Nach Luftangriffen im Juli 1944 war die Höri schwerbeschädigt im Ludwigshafen gesunken. Das Schiff wird zur ersten Reparatur auf die Konstanzer Werft gezogen. Den tristen, grauen Tarnanstrich hatten die deutschen Schiffe in den Kriegsjahren. Die endgültige Instandsetzung der MS Höri erfolgte erst 1949/50 auf der Bodanwerft in Kressbonn.
Beim Umbau 1949/50 erhielt das Schiff einen Vorschiffsaufbau und einen Achter verlängerten Halbsalon. Um mehr Fahrgastraum zu schaffen, wurde der Maschinenschacht ausgebaut und der Schornstein entfernt. Die Motorenabgase wurden im Heck abgeleitet. Nach dem Umbau glich die Höri eher einem großen Motorboot als einem "Dampfer". Mitte der 50er Jahre liegt MS Höri zur Generalüberholung in der Konstanzer Werft.
Im Winter 1960/61 erhielt auch die Höri, wie schon das Schwesternschiff Mainau, Seitenwulste zur Erhöhung der Stabilität und des Auftriebs. Die Tragfähigkeit wurde dadurch von 300 auf 400 Personen gesteigert. Die bisherige Höri wurde am 27. Mai 1964 in Überlingen umbenannt, nachdem das grösste Bodenseedampfschiff Stadt Überlingen im Vorjahr ausgemustert worden war. Die Aufnahme rechts unten zeigt die MS Überlingen im Sommer 1964 am Landungsplatz 5 im Konstanzer Hafen.
Nach Ausmusterung am 1. Juni 1969 wurde die
MS Überlingen an den Segelclub "Marina Lindau" verkauft und
im Lindauer Hafen abgestellt.